Bad Wünnenberg hat IKEK erstellt

Bad Wünnenberg mit seinen 7 Ortschaften erstellte 2017 ein Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK)

 

Sich den Herausforderungen der Zukunft stellen und die drängendsten Fragen der Kommunalentwicklung beantworten - das ist die Zielsetzung des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (kurz: IKEK) . Zum IKEK hat Bad Wünnenberg mit Jugendlichen ein Jugendkonzept im separaten Workshop erstellt.

 

Mit dem IKEK werden die gewachsenen Strukturen und charakteristischen Eigenarten der Bäderstadt zwischen Wirtschaft und Tourismus langfristig erhalten und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung angestrebt. Dabei wurden alle wichtigen Themen auf den Tisch gebracht: vom touristischen Ansatz als Tor zum Sauerland, Verkehrsanbindung mit der neuen B480 bis zur Ortskernentwicklung, vom Einzelhandel bis zur Motivation und Einbindung junger Erwachsener und Senioren in die Dorfgemeinschaft.

 

In Bad Wünnenberg wurde bis Herbst 2017 das kommunale Entwicklungskonzept gemeinsam mit der Bevölkerung aus allen Ortsteilen erarbeitet. Vor dem Perspektivzeitraum der nächsten fünf Jahre wurden Ziele und Leitbilder für die Stadt- und Ortsteilentwicklung benannt und als Schwerpunkt Projekte in Handlungsfeldern erarbeitet und bis zur Realisierungsreife konkretisiert.

 

Mit dem IKEK ist für das gesamte Stadtgebiet zwischen Haaren und Bleiwäsche, Leiberg und Elisenhof ein umsetzungsorientiertes und über Jahre hinweg praktisch nutzbares Konzept entstanden, das auch nach der Fertigstellung immer wieder aktualisiert werden soll. Ein stimmiges Gesamtbild und eine schlüssige Zielerreichung, die auf den Grundlagen des Entwicklungskonzeptes aufbauen, werden somit nachhaltig erreicht.

 

Was genau ist ein IKEK?

IKEK steht, wie oben erwähnt, als Abkürzung für den etwas sperrigen Begriff „Integriertes kommunales Entwicklungskonzept". Diese Konzeptart als Vorgehensweise ist in NRW neu. Es bezieht sich in seiner Perspektive auf das gesamte Gebiet einer Kommune, also in der Regel den Kernort sowie die einzelnen Ortslagen, wobei jede Ortslage oder Ortsgruppe mehrerer Dörfer einen eigenen Untersuchungsraum bilden, die im Konzept zusammengeführt werden. Das IKEK ist unter Beteiligung von Organisationen, Institutionen, Verbänden, Verwaltung, Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern zu erarbeiten und muss laut einer entsprechenden Richtlinie des Landes mindestens folgende Punkte enthalten:

  • Bevölkerungsstrukturen der Gesamtkommune und der einzelnen Ortsteile (bisherige Entwicklung, Altersstruktur und Prognose)
  • Aussagen zur städtebaulichen Entwicklung, ebenfalls für die Gesamtkommune und einzelne Ortsteile (Baugebiete, Leerstand, Baulücken)
  • Aussagen zur sozialen und technischen Infrastruktur
  • Profile der einzelnen Ortsteile mit Stärken-Schwächen, Einschätzung der Zukunftsfähigkeit und deren Beitrag zur gesamtkommunalen Entwicklung
  • eine gesamtkommunale Stärken- und Schwächen-Analyse
  • die Definition von gesamtkommunalen und lokalen Schwerpunkten/Handlungsfeldern sowie
  • die Darstellung von Entwicklungszielen und Leitprojekten.

Und nicht zuletzt geht es beim IKEK auch um Geld, denn: Dorfentwicklungsmaßnahmen in NRW werden künftig nur noch dann attraktiv gefördert, wenn sie Bestandteil eines durch die Bezirksregierung anerkannten IKEKs sind, das maximal fünf Jahre alt ist. Besitzt Bad Wünnenberg also ein IKEK, besteht die Chance, aus Mitteln der Dorferneuerung Zuschüsse für die Umsetzung von privaten und öffentlichen Projekten aus diesem Konzept zu erhalten und hohe Fördersätze zugesprochen zu bekommen. Die Erstellung des Konzeptes wird bereits aus Landesmitteln gefördert.

 

Wer konnte mitmachen?

Der Erstellungsprozess des IKEKs richtete sich explizit an alle Bad Wünnenberger Einwohner, egal ob jung oder alt bzw. zugezogen, Vereinsvertreter oder Mitarbeiter einer Einrichtung, egal in welchem Ortsteil bedarf besteht. In den bürgernahen Sitzungen waren Vertreter der Stadt mit dabei, ebenso die den Prozess begleitenden Planungsbüros Agentur Altrogge und planinvent. So fand eine ganz neue Form der Kooperation und des Austausches statt. Neue, spannende Zusammensetzungen von Akteuren und Gruppen entstanden.

 

Großer Wert wurde auf die Einbindung von Jugendlichen gelegt. Hier mehr Infos dazu (anklicken)

 

 

 

Weitere Informationen und Formulare (Projektprofil) finden Sie auf www.bad-wuennenberg.de oder gleich hier anklicken

Kontakte bei Rückfragen:

Daniel Watts

02953 / 709-63

daniel.watts@bad-wuennenberg.de

 

Ich bin für Sie da:
 
Hans-Jürgen Altrogge
Mobil: 0172-7704735