Trends im ländlichen Raum

Im Team Stärke zeigen, Landflucht begegnen

 

Unsere Vereine im Dorf, egal ob im Sport, Musik, Kunst, Kultur, Brauchtum, Naturschutz, Soziales oder Politik erfahren schon längst nicht mehr die Beachtung in der Gesellschaft sowie eine  längerjährige Unterstützung durch ihre Vereinsmitglieder wie es früher einmal war. Zudem wird es immer schwieriger, Posten im Vorstand, Abteilungsleitung und Training neu zu besetzen. Viele Dorfvereine "kämpfen" heute um die Gunst neue Mitglieder und Talente, Gönner und Spender für das finanzielle Überleben. Hinzu kommen immer höhere Auflagen und Kosten der Verbände, Streichung kommunaler Zuschüsse etc.. 


Wer heute seinen Mitgliedern neben der Kernaufgabe des Vereins nichts "bietet", hat verloren. Ein Umdenken in der Gesellschaft, Vorständen und den Vereinen ist dringend notwendig. Hier ein paar Ansatzpunkte was geschehen muss, damit dieses ehrenamtliche Potential weiterhin erhalten bleibt und auf die Zukunft erfolgreich ausgerichtet wird

 

Dorf-Vereine vernetzen, mit Dorfrat Mitbestimmung aufbauen

Stärke der Gemeinschaft, Image u. Vereinsarbeit hervorheben

dem Dorf eine gemeinsame, starke Stimme geben
Neue Zielgruppen ansprechen, Frauen im Verein, Jugend

Neubürger und Flüchtlinge in die Gemeinschaft integrieren
Neue Freizeit- u. Sozialaufgaben wahrnehmen, Angebot Hilfen
Bedarf neuer Vereinsarbeit (Sportarten, Soziales ...) 
►  Fehlende Infrastruktur durch Zusammenarbeit ausgleichen
 

  Beispiel: Pro Fürstenberg e. V.

 

 

Strategien und Mitbestimmung verwirklichen

 

"Hilf dir selbst sonst hilft dir keiner". Ein altes Sprichwort gewinnt für das Leben auf dem Lande und die Dorfgemeinschaft immer mehr an Bedeutung. Die kommunalen Kassen sind schon seit vielen Jahren leer. Buslinien und Schulstandorte werden zusammengestrichen, Städte und Dörfer bekommen so eben die steigenden Pflichtaufgaben finanziert, da bleibt die "freiwillige" Unterstützung der Infrastruktur, Vereine und Dörfer immer mehr auf der Strecke. Kein Wunder das junge Menschen gerade in NRW in die attraktiven Metropolen an Rhein und Ruhr ziehen, wo "das Leben pulsiert", tolle Jobs mit der U-Bahn oder Fahrrad erreichbar sind und das Freizeitangebot unendlich erscheint. Sicher sind finanzielle Förderungen wie LEADER und Subventionierungen des Strukturwandels keine Lösung für den ländlichen Raum sondern nur wichtige Ansätze und Anstöße für die Zukunftssicherung und Netzwerkarbeit. Eins dürfen wir uns aber Gewiss sein, die glänzenden, oft verschuldeten Metropolregionen haben sich schon längst zusammengeschlossen und suchen nach neuen Wegen im "Kampf der europäischen Wirtschaftsregionen", da bleibt der ländliche Raum langfristig auf der Strecke, wenn nicht auch hier mit regionalen Strategien, Mit- und Selbstbestimmung, klugen Regionalprojekten und Maßnahmen tragbare Auswege zur Attraktivitätsssteigerung und Erhalt der Werte gefunden und umgesetzt werden. Kirchen, Banken, Schulen und Sportvereine sehen in regionalen Verbünden schon lange den einzigen Ausweg um morgen noch dabei zu sein. Kommunen haben mit LEADER 28 EU-Verbünde in NRW geschaffen und erhalten dafür 70 Mio. EUR Fördergelder.

 

Dörfer und Kommunen erhalten zukünftig nur noch Unterstützungen bzgl. Dorferneuerungen und Erhalt ortsbildprägender Bauzubstanz, wenn sie "gemeinsam" Strategienen und Konzepte mit der Bevölkerung, Vereinen 
u. Akteuren erarbeiten und durch intensive Mitbestimmung verwirklichen. Lösungsansätze:

 

Schaffung Synergien & Effizienz - gemeinsames Handeln
Mitbestimmung und Selbstbestimmung durch Bürger
Erstellung "Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK)
Erstellung Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK)

Handlungskonzept Reg. Städtebau kl. Städte/Gemeinden
Dorfwerkstatt (erkennen Stärken/Schwächen, Lösungen)
Komunikationswege für "Alle" schaffen
Nachhaltige Zufriedenheit und Motivation

 

 

Qualität(en) der Region entdecken und schmecken

 

"Zuhause ist es doch am schönsten" - denkt nicht jeder im ländlichen Raum so? Sonst würden wir doch nicht hier wohnen, leben und arbeiten, oder?

 

Die Qualitäten des ländlichen Raums werden heute durch die grenzenlose Mobilität, Flut an Informationen, dem gesellschaftlichen Wandel und  dem Wille nach ständiger Erreichbarkeit und Verfügbarkeit oft in den Schatten gestellt? Aber was ist mit den tollen Firmen und Arbeitsplätzen in Westfalen? Dem fast unendlichen Natur- Freizeitangebot in den Regionen, die nur zu wenige kennen? Hier kann man nicht nur wandern und radfahren, sondern auch Ski auf Schnee und Wasser fahren, golfen, klettern, Kultur aus 1000 Jahren entdecken und braucht auch gar nicht so lange bis zur nächsten Großstadt, wenn es mal seinen muss. 

 

Wenn jetzt, wie früher, auch noch das Land die Stadt wieder ernährt mit seinen regionalen Lebensmitten und diese auch flächendeckend in hoher Qualität von ortsnahen Erzeugern fair und ehrlich anbieten kann, hätte man eine richtige Win-Win Situation. Dazu braucht es aber auch ein Umdenken in der Bevölkerung. "Geiz ist geil" wird Regionalität kaputt machen, das hat schon bei Billigfliegern nicht geklappt und ist die Hauptursache für Tierseuchen, und Epidemien, nach denen die Verbraucher immer wieder wach gerüttelt werden.  Die Gesellschaft muss erkennen, dass wir mit dem Kauf regionaler Produkte und Dienstleistungen unseren Nachbarn Arbeit geben, die Umwelt durch kurze Wege entlasten und das Tierwohl in den Vordergrund stellen. Wenn man weiß wo Produkte herkommen, wer dahintersteht und wie sie produziert werden, entsteht Vertrauen und ein wichtiger Beitrag zum Erhalt unserer (land-) wirtschaftlich geprägten Region.

Ich bin für Sie da:
 
Hans-Jürgen Altrogge
Mobil: 0172-7704735